Schlösser

 Diverse Türschlösser

Funktion:
Schlösser für den Einsatz in Brand und Rauchschutztüren unterliegen bei der Herstellung einer gesonderten Prüfvorschrift und Überwachungspflicht. Diese Schlösser erhalten eine dauerhafte Kennzeichnung mit  dem Übereinstimmungszeichen (Ü), Herstellerkennzeichnung und Typ, Herstellungsjahr sowie ggf. Sonderfunktionen, wie z.B. Panik, auf dem Schlossstulp. Zur Sicherstellung des bestimmungsgemässen Gebrauchs gilt auch die richtige Kombination mit zulässigen Beschlägen und Schliessmitteln (z.B. Schlüssel und Zylinder) sowie des Zubehörs (z.B. Schliessblech) bei der Montage.

Rundzylinderschloss (RZ):
Vorgerichtet für den Einbau von Rundzylindern, stellt das RZ-Schloss mit Rundzylinder und Stiftzuhaltungen den Standard im heutigen Objektgeschäft dar. Durch zweitouriges Drehen des Schlüssels wird der Riegel geschlossen. Zu den üblichen RZ-Lochungen sind auch Schösser für Profilzylinder (PZ) erhältlich.

Buntbart schloss (BB):
Wohnungstüren werden vorwiegend mit einem Buntbartschloss ausgestattet. Die Sperr  zuhaltung kann ein oder zweitourig mit unterschiedlichen Schlüsselformen vorgeschlossen werden. Werden Brandschutztüren mit BB-Lochung gewünscht, kommen RZ-Schlösser mit einem speziellen Buntbarteinsatz zur Ausführung. Der Einsatz in Rauchschutztüren ist nicht zulässig und in hochschallhemmenden Türen nicht empfehlenswert.

Wechselfunktion (W):
Um ein Zurückziehen der Schlossfalle mit Hilfe des Schlüssels (ohne Drückerbetätigung) zu ermöglichen, werden Schlösser mit sogenannter Wechselfunktion eingesetzt.

Rohrrahmenschlösser: 
Für Türen mit schmalen Friesen (≤ 120 mm) wie z.B. im Massivholz-Rahmentürenprogramm werden Rohrrahmenschlösser eingesetzt.

Panikschlösser:
Schlösser der Klasse 3 und 4 können mit zusätzlicher Antipanikfunktion ausgerüstet werden. Diese sogenannten Panikschlösser ermöglichen ein ungehindertes Öffnen von verschlossenen und verriegelten Türen in Rettungswegen in der vorgegebenen Fluchtrichtung.

Selbstverriegelnde Panikschlösser:
Zur Erfüllung von unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen je nach Gebäudeart und Nutzung bieten sich selbtsverriegelnde Panikschlösser an. Diese in Wohnungseingangstüren oder Fluchttüren eingesetzten Schlösser sperren, durch Betätigen einer Hilfsfalle oder durch eine spezielle Vorrichtung an der Hauptfalle, beim Schliessen der Tür den Riegel automatisch vor.Kennzeichnendes Merkmal der selbstverriegelnden Schlösser, z.B. von BKS, ist der Fallenriegel. Rein mechanisch, also ohne aufwendige Verkabelung der Türblätter, sorgt der Fallenriegel für die automatische Selbstverriegelung und übernimmt gleichzeitig die Funktion einer Schlossfalle. Der Fallenriegel löst die Verriegelung durch integrierten Auslösehebel erst dann aus, wenn die Türe ihrer endgültige Schliesslage erreicht hat. Zwi Verriegelungspositionen bieten dabei zusätzliche Sicherheit. Der voreilende Automatikriegel mit 20 mm Ausschluss sorgt als zusätzliches Verriegelungselement für doppelte Sicherheit.

Dreifachverriegelung:
Für Türen mit einbruchhemmender Funktion werden je nach Widerstandsklasse (WK1, WK2 oder WK3) Schlösser mit Mehrfachverriegelung eingesetzt. Neben dem Riegel am Hauptschloss greifen zusätzliche Riegel der Nebenschlösser ein und erhöhen die angriffshemmende Wirkung des Türblattes in der Zarge.

Falztreibriegelschloss:
Standardmässig wird bei 2-flügligen Spezialtüren ein Falztreibriegelschloss eingesetzt. Der Standflügel kann nur bei geöffnetem Gehflügel entriegelt werden. Durch Betätigen des im Stulp des Falztreibriegelschlosses integrierten Hebels werden die Treibriegelstangen manuell in das Türblatt gezogen. Eine anschliessende Arretierung verhindert ein Ausfahren der Stangen und damit die Beschädigung des Bodenbelages. Wird der Standflügel wieder in die Verschlusslage gebracht, löst das am Standflügel befindliche Schaltschloss automatisch die selbständige Verriegelung der Treibriegelstangen nach unten und oben aus und der Flügel wird festgestellt. eine Panikfunktion für 2-flüglige Elemente ist, bei Verwendung eines Falztreibriegelschlosses auf dem Standflügel, nur mit Teilpanikfunktion für den Gehflügel möglich.

Treibriegelschloss:
Anstelle des Falztreibriegelschlosses können 2-flüglige Elemente auch mit einem Treibriegelschloss ausgerüstet werden. In diesem Fall erhält der Standflügel eine Halbdrückergarnitur. Bei Verwendung des Treibriegelschlosses ist eine Panikfunktion in Form einer Vollpanikausstattung inklusive Antipanik-Mitnehmerklappe für beide Flügel möglich.

 

 

 

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